Nachlese Juli bis Dezember 2022

Eröffnung des sanierten und umgestalteten Außengelände der kommunale KITA Roßberg

Durch die Abnutzung von Spielgeräten und Unebenheiten in Wegen war es erforderlich geworden, das Außengelände der kommunalen KITA Roßberg zu sanieren bzw. auch umzugestalten.  

Bauausschuss, Sozialausschuss und letztlich der Stadtrat der Stadt Nierstein hatten der Umgestaltung zugestimmt und das Architekturbüro mit der Überplanung beauftragt. Unter Beteiligung von Kindern, Team und Eltern wurde von den ArchitektInnen ein Plan entwickelt, der große Zustimmung erfuhr. Insbesondere der neue Wasserspielplatz wurde bei den sommerlichen Temperaturen der letzten Wochen bestens angenommen.

Von Pfingsten an bis zu Beginn der Ferien wurden die Arbeiten von der Fa. Regenstein ausgeführt. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 8. September wurde das neu gestaltete Außengelände übergeben.

Die Leiterin der KITA, Katrin Friedrich, konnte neben Stadtbürgermeister Jochen Schmitt, den Beigeordneten Otto Schätzel und Norbert Engel, Mitgliedern des Sozialausschusses auch viele Eltern begrüßen und zeigte sich sehr begeistert über die gelungene Umsetzung des Planes. Stadtbürgermeister Jochen Schmitt betonte, dass es wichtig sein, für die jüngsten Niersteiner:innen eine optimale Betreuung anzubieten. Hierzu zähle auch ein intaktes Außengelände.

Die angesetzten Kosten von 150.000 EUR seien erheblich unterschritten worden. Beigeordneter Norbert Engel lobte die gute Zusammenarbeit mit den ArchitektInnen, der bauausführenden Firma und natürlich mit dem Bauhof der Stadt Nierstein.

Letztlich sind im Zusammenhang mit den Arbeiten lediglich Kosten in Höhe von 93.460 EUR entstanden.  

Rheinterrassenweg / Streckenabschnitt zwischen Oppenheim und Nackenheim ist in Ordnung 

Mitten in der Wandersaison wanderte, wie jedes Jahr um diese Zeit, eine Gruppe aus Nierstein entlang des Rheinterrassenweges und inspizierte die Strecke zwischen Oppenheim und Nackenheim. Dies um falsche bzw. fehlende Beschilderung, verdreckte und zugewachsene Strecken oder andere Mängel aufzudecken und im Rathaus zu melden.  

 

Fazit: Die Beschilderung war OK, der Weg war frei und ohne Grünschnitt begehbar. Hinter dem Brudersberg gab es auf einer Länge von ca. 500 Metern mehrere Stellen, wo aus den meist jungen Weinbergen Erde auf den Weg gespült wurde. Auf dem gesamten Weg wurden mehrere Beutel mit Müll eingesammelt, die im Bauhof der Stadt Nierstein entsorgt wurden.

 

Stadtbürgermeister Jochen Schmitt und der erste Beigeordnete, Otto Schätzel, danke den ehrenamtlich engagierten Wanderinnen und Wanderer die bereits seit mehreren Jahren diese Begehung im Frühjahr und zu Beginn des Herbstes durchführen, und dabei bestehende Mängel aufdecken die im Anschluss durch die Stadt abgestellt werden.  

Ein Imbiss zur Stärkung nach erfolgter Wanderung und Arbeit auf Einladung der Stadt war der Dank des Stadtbürgermeisters für das unentgeltliche Engagement.  

 

4. Niersteiner Klassiknacht mit Franziska Buchner und Paul Potts 

Franziska Buchner und Paul Potts standen in diesem Jahr auf der Bühne bei der 4. Niersteiner Klassiknacht im Stadtpark der „Riesling City“. Um es vorweg zu nehmen, es war ein ganz besonderes Konzerterlebnis. Mehr als 70 Besucher:innen waren trotz Regen restlos begeistert von den Leistungen der beiden Ausnahmekünstler.

Seit ihrem fünften Lebensjahr steht Franziska Buchner auf der Bühne und nimmt seit ihrem sechzehnten Lebensjahr Gesangsunterricht. Sie studierte an der Musikhochschule Lübeck, wo sie im Juli 2017 ihr Masterstudium erfolgreich abschloss. Als Konzertsolistin sang sie das Weihnachtsoratorium von Johann S. Bach, das Requiem von Wolfgang A. Mozart, Pergolesis Stabat Mater, Rossinis Petite mess solenelle, Mendelssohns Paulus und Lobgesang, Vivaldis Gloria und andere Oratorien und Kantaten. Ihr Debüt als Solistin in der Berliner Philharmonie, das für Oktober 2020 geplant war, wird im Oktober 2022 mit Beethovens neunter Sinfonie stattfinden.

Am 9. Juni 2007 trat Paul Potts in der britischen Castingshow Britain’s Got Talent auf. Er präsentierte eine von ihm selbst bearbeitete Version der Arie Nessun dorma von Giacomo Puccini. Bei seinem Auftritt wurde Potts zunächst skeptisch betrachtet. Bei seinen weiteren Auftritten setzte aber der Erfolg mit dem Hauptteil des Stückes Con te partirò (Time to Say Goodbye) von Francesco Sartori und der ungekürzten Version von Nessun dorma ein. Potts gewann den Wettbewerb und trat infolge dessen am 3. Dezember 2007 in der Royal Variety Performance 2007 vor Königin Elisabeth II. auf.

Dieses Können brachten Franziska Buchner und Paul Potts auf die Konzertbühne im Niersteiner Stadtpark und markierten damit einen der Höhepunkte im Niersteiner Kultursommer 2022.

rhinecleanup Nierstein säubert erfolgreich!

Die Stadtverwaltung Nierstein und der Hauptorganisator Andreas Fock sagen D A N K E an alle fleißigen Helferinnen und Helfer, die sich am Samstag früh vom Wetter nicht abhalten ließen, das Niersteiner Rheinufer zu säubern und Müll zu sammeln.

„Wir hatten zunächst gedacht, die Aktion zu verschieben, weil das Rheinufer mit seinen glitschigen Steinen doch auch eine Unfallgefahr darstellt“ erläuterte Andreas Fock. „Aber alle wollten ran und was tun“ und am Ende haben rund dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der europaweiten Müllsammelaktion mitgemacht und nicht nur angespülten Kunststoff eingesammelt, der jedes Jahr über den Rhein in die Nordsee gespült wird, sondern auch zahlreiche Zigarettenstummel für die es extra Abfallbehälter entlang des Ufers gibt. Der eingesammelte Müll wurde vom Bauhof abgeholt. Am Ende gab es nach getaner Arbeit noch ein Lunchpaket und Getränk, gestiftet von der Stadt Nierstein. 

 

 

Pressetext: Barbara Nilsson

Besondere Verdienste: Axel Schwarz mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet

 

Landrätin Dorothea Schäfer überreichte Axel Schwarz, Schatzmeister des Geschichtsvereins Nierstein, die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz, die ihm von Ministerpräsidentin Malu Dreyer für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement verliehen wurde. Die Landrätin freute sich bei der Übergabe der Auszeichnung in einer kleinen Feierstunde: „Ihr jahrzehntelanges Engagement für die Kultur- und Heimatforschung wird heute zurecht entsprechend gewürdigt. Vielen Dank für Ihren Einsatz.“

 

Als Wahl-Niersteiner gehörte er 1997 zu den Gründern des Geschichtsvereins Nierstein und wirkt seitdem im Vorstand mit. Als Schatzmeister verwaltet er die rund 300 Vereinsmitglieder und als Betreuer des Fotoarchivs u. a. die Dokumentation der jährlichen Reisen des Vereins. Außerdem baute er die Website mit auf und schrieb regelmäßig Texte für Publikationen des Vereins.

 

Sein außerordentliches Engagement in den letzten 30 Jahren und seine Leidenschaft für das Heimatforschen prägen heute den Blick auf die Geschichte Niersteins. Der gelernte Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft war bis zu seinem Ruhestand Kellermeister bei der Weinkellerei Trautwein in Lonsheim. Axel Schwarz ist seit 1982 verheiratet und hat zwei Söhne und vier Enkeltöchter.

 

Niersteins Stadtbürgermeister Jochen Schmitt und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Martin Groth überbrachten die Glückwünsche der Kommunen. Schmitt würdigte auch den Einsatz für die Jagdgenossenschaft Nierstein 1, als deren Vorsitzender Schwarz 20 Jahre wirkte. Beide stellten zudem das Engagement für die Heimatgeschichte heraus. Als Neubürger in Nierstein habe nicht zuletzt auch Axel Schwarz sein Interesse an der Stadtgeschichte geweckt, betonte Martin Groth.

 

Hans-Peter Hexemer, der gemeinsam mit dem ehemaligen Bürgermeister Klaus Penzer die Ehrung angeregt hatte, betonte, bei Axel Schwarz stehe stets die Gemeinschaft und sein Verein im Vordergrund. „Lieber Axel, heute stehst einmal Du allein im Zentrum. Und das ist gut so. Du erhältst wirklich verdient die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz.“ Gewürdigt würden nicht nur die vielen öffentlich sichtbaren Aktivitäten von Axel Schwarz, sondern auch die vielen geleisteten Stunden im Hintergrund. „Der Name Axel Schwarz wird stets mit dem Wachsen und Werden des Niersteiner Geschichtsvereins eng verbunden bleiben.“

 

Axel Schwarz zeigte sich über die Auszeichnung erfreut und dankte der Ministerpräsidentin und der Landrätin. Sein Interesse an der Heimatgeschichte habe ihn in den Verein und zur Aufgabe des Schatzmeisters geführt

Oft sei es nicht einfach gewesen eine Balance zwischen der ehrenamtlichen Tätigkeit und den Familienpflichten zu finden. Für ihre Geduld wolle er deshalb besonders seiner lieben Frau Helga danken. Den Vereinsmitgliedern dankte er schließlich für das über 25 Jahre entgegengebrachte Vertrauen und deren Wertschätzung.

Weingut Raddeck / 1. Platz bei „Best of Riesling“

Das Weingut Raddeck freut sehr über den 1. Platz bei

„ Best of Riesling“,  der größten Rieslingverkostung der Welt.

 

Riesling, der Rote Hang und Nierstein gehören zusammen und prägen unsere Stadt und Rheinhessen!

Für einen Moment ist der RieslingFocus auf den Roten Hang gerichtet.

 

 

 

Dazu trägt das Niersteiner Weingut Raddeck durch die aktuelle Auszeichnung einen erheblichen Teil mit bei!

 

Foto: Stefan Raddeck nimmt stolz die Auszeichnung "Best of Riesling" entgegen

 

Dr. Susanne Bräckelmann und Egid Rüger sind Niersteiner Weinschöffen 2022

 

Von Julian Peters

Reporter Rheinhessen

 

Zum Schöffenschlag gab es noch eine Urkunde dazu: Historikerin Dr. Susanne Bräckelmann (5.v.l.) und Kommunalpolitiker Egid Rüger (2.v.r.) repräsentieren nach ihrer Ernennung zu Weinschöffen nun die Stadt und ihr bekanntestes Produkt nach außen. (Foto: hbz/Jörg Henkel)

NIERSTEIN - Zweimal senkte sich am Freitagabend im Stadtpark vor rund 200 Gästen das Schwert des Ritters Hundt auf die Schultern der Knienden und zweimal erhoben sich diese als frisch geschlagene Niersteiner Weinschöffen. Die Auszeichnung erhalten Menschen, die sich in besonderer Weise für die Stadt engagieren. In diesem Jahr waren das die stellvertretende Vorsitzende des Geschichtsvereins, Dr. Susanne Bräckelmann, und der Kommunalpolitiker Egid Rüger. Gleichzeitig bildete die Zeremonie den Auftakt für das viertägige Winzerfest.

Die Historikerin Bräckelmann, die vor ihrem Studium zehn Jahre als Redakteurin bei der „Augsburger Allgemeinen“ arbeitete, hat es sich zur Aufgabe gemacht, historische Unterlagen aus dem städtischen Archiv, die sich teilweise in sehr schlechtem Zustand befinden, zu erhalten. Über 90 000 Euro Fördermittel habe sie als Niersteiner Archiv-Beauftragte bereits für ihre Aufgabe akquiriert, würdigte Stadtbürgermeister Jochen Schmitt (FWG). „Das Projekt ist noch nicht beendet, aber schon jetzt wurde erreicht, dass Archivalien von unschätzbarem Wert dauerhaft erhalten und nutzbar sind“, betonte Hans-Peter Hexemer, der als Vorsitzender des Geschichtsvereins die Laudatio hielt. Die gebürtige Bremerin, die seit zwölf Jahren in Nierstein lebt, arbeite „diszipliniert, organisiert und zielorientiert“, erklärte Hexemer, für den Geschichtsverein etwa auch an der Erforschung der Historie von Niersteins Adelshöfen. Was den Erhalt des städtischen Archivs angeht, ist gerade wieder eine Teiletappe abgeschlossen, berichtete Bräckelmann selbst in ihrer Dankesrede. „Ende Juli wurden die letzten historischen Gerichtsprotokolle restauriert und sind nun wieder zurück im Landesarchiv in Speyer.“

Egid Rüger wiederum zeichne sich durch seinen großen ehrenamtlichen Einsatz auf gleich drei Ebenen aus, erklärte dessen Laudator Hans Raddeck: „Im Sport, in der Feuerwehr und in der Kommunalpolitik.“ Sportlich, als Fußballer, startete Rüger, Jahrgang 1944, zunächst beim VfR Nierstein, wechselte später zum 1. FC Schwabsburg, wo er erst mit 60 Jahren die Fußballschuhe bei den „Alten Herren“ an den Nagel hängte. Als Zugführer des Schwabsburger Feuerwehr-Löschzugs trieb er maßgeblich den zu großen Teilen in Eigenregie umgesetzten Bau des heutigen Feuerwehrgerätehauses voran. Auch als Ortsvorsteher setzte Rüger, gemeinsam mit anderen und mit viel ehrenamtlichem Einsatz, diverse Bauprojekte um, die das Schwabsburger Ortsbild bis heute prägen – darunter das Bürgerhaus, die Neugestaltung des Platzes vor dem Schlossturm oder den Bau des Fußball-Rasenplatzes im Ried. Nach seiner Zeit als Ortsvorsteher war Rüger von 2009 bis 2019 Erster Beigeordneter der Stadt Nierstein – und betreute auch hier den Themenbereich Bauen. Bis heute sitzt der gebürtige Schwabsburger für die CDU im Verbandsgemeinderat Rhein-Selz, ist dort stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Besonders gerne blicke er allerdings auf seine Zeit als Beigeordneter zurück, bekennt Rüger. „Auch, wenn die Aufgabe oft mit 24-stündiger Rufbereitschaft einherging, es war eine schöne Zeit.“

Auf dem Marktplatz wurde im Anschluss an den Weinschöffenschlag das Winzerfest offiziell eröffnet. Auch an diesem Montag wird noch gefeiert. Die Stände auf Marktplatz und Oberdorfstraße mussten zwar bereits weichen, doch in den Weingütern, auf dem Fronhof und am südlichen Rheinufer öffnen die Weinstände wieder ab 17 Uhr.

 

DIE WEINSTUBE Civitas eingeweiht

Nach einer mehrmonatigen Auszeit wurde am 3. August DIE WEINSTUBE Civitas am Marktplatz von Nierstein eingeweiht.

Frau Richter und ihr Team bieten rheinhessische Spezialitäten und eine große Auswahl an Top Weinen aus Nierstein und Rheinhessen an. 

REWE Thilo Zorbach oHG stiftet 1.000 Sitkisssen für die Kultursommer-Bestuhlung im Park

 

Stadtbürgermeister Jochen Schmitt freut sich sehr über die von Thilo Zorbach, Geschäftsführer Rewe Markt Nierstein gesponserten neuen Sitzkissen.

1000 Exemplare sorgen für komfortablere Sitzgelegenheiten und laden somit zum längeren Verweilen im schönen Ambiente des Niersteiner Stadtparks ein.

Das historische Gedächtnis bewahren Niersteiner Geschichtsverein erhält Zuschuss für die Restaurierung des Stadtarchivs

 

 

Nierstein. Es geht wieder einen Schritt voran: 15.000 Euro erhält der Geschichtsverein Nierstein von der Landesstelle Bestandserhaltung in Koblenz (LBE) für die Restaurierung schwer geschädigter Archivalien aus dem Niersteiner Stadtarchiv. Die Fördermittel des Landes fließen, erläutert Dr. Susanne Bräckelmann, zweite Vorsitzende des Geschichtsvereins und Archivbeauftragte der Stadt, erneut in die Restaurierung der historischen Gerichtsprotokolle aus dem 18. Jahrhundert. Diese Protokolle liegen über einen Zeitraum von 100 Jahren kontinuierlich vor und stellen damit nicht nur für Nierstein, sondern auch überregional eine bedeutende Quelle dar. Sie bieten Forschern und anderen historisch Interessierten detaillierte Einblicke in das Leben der Menschen im 18. Jahrhundert. Die Themen sind vielfältig, sie reichen von Auswanderung und Ämterbesetzung über Einquartierungen, Grenzstreitigkeiten und Polizeiverordnungen bis hin zu Zunftsachen.

Bei den Restaurierungsaktionen der Jahre 2020 und 2021 konnte bereits der größte Teil dieser Gerichtsprotokolle bearbeitet werden. Die letzten vier noch fehlenden Akten (rund 1.500 Blätter) können nun dank der zugesagten Fördermittel restauriert werden. Wie bei jeder Förderung ist eine Eigenbeteiligung Voraussetzung. Rund 3.250 Euro zahlt der Geschichtsverein Nierstein: 2.250 Euro sind zweckgebundene Spenden und 1.000 Euro Vereinsmittel. Mit diesem Auftrag über insgesamt 18.250 Euro, der an die Firma Schempp in Kornwestheim geht, ist dann auch der erste größere Teilabschnitt des „Lückenschluss in Nierstein“, so der Titel des ambitionierten Restaurierungsprojektes, abgeschlossen.

Seit dem Jahr 2020 wurde die Restaurierung des Niersteiner Stadtarchivs mit insgesamt rund 88.000 Euro vom Land Rheinland-Pfalz (LBE) und vom Bund (KEK) gefördert, ein deutlicher Beleg – so Bräckelmann – für die Bedeutung der aufbewahrten Bestände. Für sie und den Geschichtsverein ein großer Ansporn, weiter zu machen, denn es bleibe noch sehr viel zu tun. Das nächste größere Teilprojekt wird sich mit den Schatzungsunterlagen des 18. Jahrhunderts beschäftigen. Diese Abgabenverzeichnisse erlauben, ein detailliertes Bild der damaligen ländlichen Bevölkerung zu zeichnen und stellen mit ihren Namenslisten auch für Familienforscher eine wertvolle Quelle dar.

 

Haushaltsmittel für Kirchenakten eingesetzt

Parallel zur Restaurierung der Gerichtsprotokolle wurden 2021/22 auch drei umfangreiche Akten mit Papieren zur Niersteiner Kirchengeschichte im 18./19. Jahrhundert bearbeitet. Dieses Projekt konnte die Archivbeauftragte Dr. Susanne Bräckelmann mit den von der Stadt Nierstein bereitgestellten Haushaltsmitteln der Jahre 2020 und 2021 (10.000 Euro) sowie weiteren zweckgebundenen Spenden (rund 4.000 Euro) finanzieren. Unmittelbar nach der Restaurierung sichtete sie diese Akten im Landesarchiv in Speyer, wo sie fachgerecht aufbewahrt werden. Einige daraus gewonnene Erkenntnisse fließen bereits in einen Vortrag ein, den Bräckelmann am Freitag, 15. Juli 2022, halten wird. Unter dem Titel „Anna Sophia von Haxthausen und ihre Sophienkirche“ geht es dann um die erste evangelisch-lutherische Kirche in Nierstein, die knapp 100 Jahre bestand. Heute befindet sich dort das Weingut Gustav Strub (Rheinstraße 36), wo die Veranstaltung des Geschichtsvereins Nierstein stattfinden wird. Beginn ist um 19 Uhr. Eintritt: 7 Euro mit Brezel und einem Glas Wein oder Wasser.

 

Gerichtsprotokolle aus dem Jahr 1776 vor und nach der Restaurierung.

Fotos (2): Schempp

 

Sarah Busch reinigt behutsam Seite für Seite der Niersteiner Akten.

Foto: Heiner Bräckelmann

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