Nachlese Juli bis Dezember 2022

Weingut Raddeck / 1. Platz bei „Best of Riesling“

Das Weingut Raddeck freut sehr über den 1. Platz bei

„ Best of Riesling“,  der größten Rieslingverkostung der Welt.

 

Riesling, der Rote Hang und Nierstein gehören zusammen und prägen unsere Stadt und Rheinhessen!

Für einen Moment ist der RieslingFocus auf den Roten Hang gerichtet.

 

 

 

Dazu trägt das Niersteiner Weingut Raddeck durch die aktuelle Auszeichnung einen erheblichen Teil mit bei!

 

Foto: Stefan Raddeck nimmt stolz die Auszeichnung "Best of Riesling" entgegen

 

Dr. Susanne Bräckelmann und Egid Rüger sind Niersteiner Weinschöffen 2022

 

Von Julian Peters

Reporter Rheinhessen

 

Zum Schöffenschlag gab es noch eine Urkunde dazu: Historikerin Dr. Susanne Bräckelmann (5.v.l.) und Kommunalpolitiker Egid Rüger (2.v.r.) repräsentieren nach ihrer Ernennung zu Weinschöffen nun die Stadt und ihr bekanntestes Produkt nach außen. (Foto: hbz/Jörg Henkel)

NIERSTEIN - Zweimal senkte sich am Freitagabend im Stadtpark vor rund 200 Gästen das Schwert des Ritters Hundt auf die Schultern der Knienden und zweimal erhoben sich diese als frisch geschlagene Niersteiner Weinschöffen. Die Auszeichnung erhalten Menschen, die sich in besonderer Weise für die Stadt engagieren. In diesem Jahr waren das die stellvertretende Vorsitzende des Geschichtsvereins, Dr. Susanne Bräckelmann, und der Kommunalpolitiker Egid Rüger. Gleichzeitig bildete die Zeremonie den Auftakt für das viertägige Winzerfest.

Die Historikerin Bräckelmann, die vor ihrem Studium zehn Jahre als Redakteurin bei der „Augsburger Allgemeinen“ arbeitete, hat es sich zur Aufgabe gemacht, historische Unterlagen aus dem städtischen Archiv, die sich teilweise in sehr schlechtem Zustand befinden, zu erhalten. Über 90 000 Euro Fördermittel habe sie als Niersteiner Archiv-Beauftragte bereits für ihre Aufgabe akquiriert, würdigte Stadtbürgermeister Jochen Schmitt (FWG). „Das Projekt ist noch nicht beendet, aber schon jetzt wurde erreicht, dass Archivalien von unschätzbarem Wert dauerhaft erhalten und nutzbar sind“, betonte Hans-Peter Hexemer, der als Vorsitzender des Geschichtsvereins die Laudatio hielt. Die gebürtige Bremerin, die seit zwölf Jahren in Nierstein lebt, arbeite „diszipliniert, organisiert und zielorientiert“, erklärte Hexemer, für den Geschichtsverein etwa auch an der Erforschung der Historie von Niersteins Adelshöfen. Was den Erhalt des städtischen Archivs angeht, ist gerade wieder eine Teiletappe abgeschlossen, berichtete Bräckelmann selbst in ihrer Dankesrede. „Ende Juli wurden die letzten historischen Gerichtsprotokolle restauriert und sind nun wieder zurück im Landesarchiv in Speyer.“

Egid Rüger wiederum zeichne sich durch seinen großen ehrenamtlichen Einsatz auf gleich drei Ebenen aus, erklärte dessen Laudator Hans Raddeck: „Im Sport, in der Feuerwehr und in der Kommunalpolitik.“ Sportlich, als Fußballer, startete Rüger, Jahrgang 1944, zunächst beim VfR Nierstein, wechselte später zum 1. FC Schwabsburg, wo er erst mit 60 Jahren die Fußballschuhe bei den „Alten Herren“ an den Nagel hängte. Als Zugführer des Schwabsburger Feuerwehr-Löschzugs trieb er maßgeblich den zu großen Teilen in Eigenregie umgesetzten Bau des heutigen Feuerwehrgerätehauses voran. Auch als Ortsvorsteher setzte Rüger, gemeinsam mit anderen und mit viel ehrenamtlichem Einsatz, diverse Bauprojekte um, die das Schwabsburger Ortsbild bis heute prägen – darunter das Bürgerhaus, die Neugestaltung des Platzes vor dem Schlossturm oder den Bau des Fußball-Rasenplatzes im Ried. Nach seiner Zeit als Ortsvorsteher war Rüger von 2009 bis 2019 Erster Beigeordneter der Stadt Nierstein – und betreute auch hier den Themenbereich Bauen. Bis heute sitzt der gebürtige Schwabsburger für die CDU im Verbandsgemeinderat Rhein-Selz, ist dort stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Besonders gerne blicke er allerdings auf seine Zeit als Beigeordneter zurück, bekennt Rüger. „Auch, wenn die Aufgabe oft mit 24-stündiger Rufbereitschaft einherging, es war eine schöne Zeit.“

Auf dem Marktplatz wurde im Anschluss an den Weinschöffenschlag das Winzerfest offiziell eröffnet. Auch an diesem Montag wird noch gefeiert. Die Stände auf Marktplatz und Oberdorfstraße mussten zwar bereits weichen, doch in den Weingütern, auf dem Fronhof und am südlichen Rheinufer öffnen die Weinstände wieder ab 17 Uhr.

 

DIE WEINSTUBE Civitas eingeweiht

Nach einer mehrmonatigen Auszeit wurde am 3. August DIE WEINSTUBE Civitas am Marktplatz von Nierstein eingeweiht.

Frau Richter und ihr Team bieten rheinhessische Spezialitäten und eine große Auswahl an Top Weinen aus Nierstein und Rheinhessen an. 

REWE Thilo Zorbach oHG stiftet 1.000 Sitkisssen für die Kultursommer-Bestuhlung im Park

 

Stadtbürgermeister Jochen Schmitt freut sich sehr über die von Thilo Zorbach, Geschäftsführer Rewe Markt Nierstein gesponserten neuen Sitzkissen.

1000 Exemplare sorgen für komfortablere Sitzgelegenheiten und laden somit zum längeren Verweilen im schönen Ambiente des Niersteiner Stadtparks ein.

Das historische Gedächtnis bewahren Niersteiner Geschichtsverein erhält Zuschuss für die Restaurierung des Stadtarchivs

 

 

Nierstein. Es geht wieder einen Schritt voran: 15.000 Euro erhält der Geschichtsverein Nierstein von der Landesstelle Bestandserhaltung in Koblenz (LBE) für die Restaurierung schwer geschädigter Archivalien aus dem Niersteiner Stadtarchiv. Die Fördermittel des Landes fließen, erläutert Dr. Susanne Bräckelmann, zweite Vorsitzende des Geschichtsvereins und Archivbeauftragte der Stadt, erneut in die Restaurierung der historischen Gerichtsprotokolle aus dem 18. Jahrhundert. Diese Protokolle liegen über einen Zeitraum von 100 Jahren kontinuierlich vor und stellen damit nicht nur für Nierstein, sondern auch überregional eine bedeutende Quelle dar. Sie bieten Forschern und anderen historisch Interessierten detaillierte Einblicke in das Leben der Menschen im 18. Jahrhundert. Die Themen sind vielfältig, sie reichen von Auswanderung und Ämterbesetzung über Einquartierungen, Grenzstreitigkeiten und Polizeiverordnungen bis hin zu Zunftsachen.

Bei den Restaurierungsaktionen der Jahre 2020 und 2021 konnte bereits der größte Teil dieser Gerichtsprotokolle bearbeitet werden. Die letzten vier noch fehlenden Akten (rund 1.500 Blätter) können nun dank der zugesagten Fördermittel restauriert werden. Wie bei jeder Förderung ist eine Eigenbeteiligung Voraussetzung. Rund 3.250 Euro zahlt der Geschichtsverein Nierstein: 2.250 Euro sind zweckgebundene Spenden und 1.000 Euro Vereinsmittel. Mit diesem Auftrag über insgesamt 18.250 Euro, der an die Firma Schempp in Kornwestheim geht, ist dann auch der erste größere Teilabschnitt des „Lückenschluss in Nierstein“, so der Titel des ambitionierten Restaurierungsprojektes, abgeschlossen.

Seit dem Jahr 2020 wurde die Restaurierung des Niersteiner Stadtarchivs mit insgesamt rund 88.000 Euro vom Land Rheinland-Pfalz (LBE) und vom Bund (KEK) gefördert, ein deutlicher Beleg – so Bräckelmann – für die Bedeutung der aufbewahrten Bestände. Für sie und den Geschichtsverein ein großer Ansporn, weiter zu machen, denn es bleibe noch sehr viel zu tun. Das nächste größere Teilprojekt wird sich mit den Schatzungsunterlagen des 18. Jahrhunderts beschäftigen. Diese Abgabenverzeichnisse erlauben, ein detailliertes Bild der damaligen ländlichen Bevölkerung zu zeichnen und stellen mit ihren Namenslisten auch für Familienforscher eine wertvolle Quelle dar.

 

Haushaltsmittel für Kirchenakten eingesetzt

Parallel zur Restaurierung der Gerichtsprotokolle wurden 2021/22 auch drei umfangreiche Akten mit Papieren zur Niersteiner Kirchengeschichte im 18./19. Jahrhundert bearbeitet. Dieses Projekt konnte die Archivbeauftragte Dr. Susanne Bräckelmann mit den von der Stadt Nierstein bereitgestellten Haushaltsmitteln der Jahre 2020 und 2021 (10.000 Euro) sowie weiteren zweckgebundenen Spenden (rund 4.000 Euro) finanzieren. Unmittelbar nach der Restaurierung sichtete sie diese Akten im Landesarchiv in Speyer, wo sie fachgerecht aufbewahrt werden. Einige daraus gewonnene Erkenntnisse fließen bereits in einen Vortrag ein, den Bräckelmann am Freitag, 15. Juli 2022, halten wird. Unter dem Titel „Anna Sophia von Haxthausen und ihre Sophienkirche“ geht es dann um die erste evangelisch-lutherische Kirche in Nierstein, die knapp 100 Jahre bestand. Heute befindet sich dort das Weingut Gustav Strub (Rheinstraße 36), wo die Veranstaltung des Geschichtsvereins Nierstein stattfinden wird. Beginn ist um 19 Uhr. Eintritt: 7 Euro mit Brezel und einem Glas Wein oder Wasser.

 

Gerichtsprotokolle aus dem Jahr 1776 vor und nach der Restaurierung.

Fotos (2): Schempp

 

Sarah Busch reinigt behutsam Seite für Seite der Niersteiner Akten.

Foto: Heiner Bräckelmann

Inhalte folgen

Kontakt:

Stadt Nierstein
Bildstockstraße 10
55283 Nierstein
Telefon: +49 6133 960 500 +49 6133 960 500
Fax: +49 6133 960 5089
E-Mail-Adresse:

Endlich Glasfaser für Nierstein und Schwabsburg Jetzt infomieren, registrieren und vom Frühbucherrabatt profitieren

 

Mit einem Klick zu den Basisinformationen!