Nachlese Juli bis Dezember 2020

Kunstwerk in der Bildstockshohl steht wieder an Ort und Stelle

Wir erinnern uns, vor einem Jahr wurde das von dem Franzosen Marc da Costa geschaffene Kunstwerk in der Bildstockshohl in Nierstein bei einem Autounfall beschädigt. Der Unfallverursacher meldete den Schaden unmittelbar danach im Rathaus der Stadt. Zum Glück für die Stadt ist mit Dirk Rachow ein Metallkünstler in Schwabsburg beheimatet, der vergleichbare Objekte wie die von Marc da Costa gestaltet. Von diesem erhielt Rachow die Genehmigung, das stark beschädigte Kunstwerk in den Originalzustand zu versetzen. Nachdem der Sockel, der ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, erneuert wurde, installierte Rachow Anfang August das in neuem Glanz strahlende Kunstwerk. Selbstredend, dass die Versicherung des Unfall- verursachers für den Schaden aufkommt, und der künstlerische Austausch zwischen Marc da Costa aus Südfrankreich und Dirk Rachow aus Schwabsburg.

Einladung zum Eisessen an die Helferinnen und Helfer

zur Versorgung der Tafelkunden

Rückblick: In Zeiten von Corona musste die Oppenheimer Tafel die Versorgung ihrer Kunden einstellen. Zwischenzeitlich hatte sich die Initiative „Nierstein hilft …“ gegründet, die sich kurzerhand darauf verständigte, die Tafelberechtigten mit Grundnahrungsmitteln kostenlos zu versorgen.

So waren in der Zeit ab Ende März bis Mitte Juli 2020 zeitweise mehr als 40 Helferinnen und Helfer im Einsatz um die Einkäufe vorzunehmen und die Versorgung sicherzustellen. Da coronabedingt auch keine Bürgerbusse im Einsatz waren, mussten die Lebensmittel an die entsprechenden Adressaten verteilt werden. Das organisatorische Geschehen wurde im Rathaus der Stadt Nierstein abgewickelt. Der Niersteiner REWE Markt Thilo Zorbach sicherte den Bedarf an Lebensmittel. Die besagten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus der gesamten VG Rhein-Selz und der VG Bodenheim kümmerten sich um die Abholung und das Verteilen der Ware. „Wir wollten und konnten die Tafelkunden Corona geschuldet nicht im Regen stehen lassen“, so der Erste Beigeordnete der Stadt Nierstein und Mitorganisator, Otto Schätzel. „Wir haben gegenüber den Tafelberechtigten eine soziale Verpflichtung. Hier war schnelles und unbürokratisches Handeln gefragt welches wir letztlich auch umsetzen konnten“, so Schätzel weiter. Pro Woche wurden im Durchschnitt 300 Personen mit Grundnahrungsmitteln   versorgt. Ein ausdrückliches Dankeschön richtet der Beigeordnete natürlich an die vielen Helferinnen und Helfer, aber auch an die VG Rhein-Selz, Herrn Bürgermeister Klaus Penzer und seinen Mitarbeiter*innen für die unbürokratische Unterstützung. Als kleine Anerkennung lud die VG Verwaltung die engagierten Helferinnen und Helfer zum Eisessen ein.

 

Kollektiv 55 pres. Forlaut@Schlossturm Schwabsburg, Germany 

Das Kollektiv 55 nutze den Schlossturm in Schwabsburg für sein neues musikalisches Projekt.

 

Hier gehts zum Film und zur Musik:

Kollektiv 55 pres.Fortlaut@Schlossturm Schwabsburg,Germany

 

 

 

Foto: Hans Bürkle

"Rieslingleuchten" lockte viele Hundert Besucher

an den Roten Hang

Das Rieslingleuchten am Roten Hang lockte am 1. August, mehrere Hundert Besucher an den Roten Hang.

Ein kleiner Ausgleich für das nicht stattgefunde Winzerfest und ein großes dankeschön an die Agentur MKon um Michael Köster, der EWR AG, der Sparkasse Mainz, dem REWE Marrkt Thilo Zorbach, Aurora Eventtechnik und dem Wein vom Roten Hang e.V. für die Organisation, Durchführung und Finanzierung.

 

Foto: Klaus Krautkremer / 100 Jahre VdP

 

Radservicestation in Nierstein ihrer Bestimmung übergeben

Mehr Service an rheinhessischen Radwegen.

- Das hat sich die Rheinhessen-Touristik auf die Fahnen geschrieben.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sind die modernen Radservice-Stationen, die bereits seit 2018 an zentralen Standorten im touristischen Radwegenetz installiert werden. Es sind ausgewählte Knotenpunkte wie jetzt neu in Nierstein, wo dem Radfahrer eine Kombination von E-Bike-Lademöglichkeit und Radreparaturstation geboten werden. Der Standort am Eiscafe Morano in der Nähe des Fähranlegers Richtung Kornsand an Rheinradweg, Rheinterrassenroute und Amiche ist ideal. Während der Akku lädt, kann man ein Eis essen oder Kaffee trinken und auf die nächste Fähre warten. Und wenn trotz Radreparaturstation eine Weiterfahrt nicht möglich ist, ist der Bahnhof nicht weit, um zur nächsten Radwerkstatt in Oppenheim zu kommen.

 

Radfahren liegt mit und ohne Corona mehr denn je im Trend, die Gästenachfrage in Rheinhessen ist steigend – das hat sehr viel mit Qualitätsprodukten zu tun. Die Hiwweltouren als Prädikatswanderwege oder die AUSGEZEICHNETEN Weinfeste und Vinotheken sind die Vorreiter. Die Radwegeinfrastruktur soll diesem Qualitätsanspruch folgen. Das ist erklärtes Ziel der Neuausrichtung des Radtourismus bis 2025 und steht im Pflichtenheft des „Radtouristischen Entwicklungsplans für Rheinhessen“. Serviceinfrastruktur spielt neben der Basisqualität der Wege eine wichtige Rolle.

 

Eine Besonderheit der Radservicestationen: Sie sind im Markenlook Rheinhessen gestaltet. Die Sichtbarkeit der Dachmarke Rheinhessen ist ein großes Anliegen der Partner im Ausbau der Radinfrastruktur. Die Rheinhessen-Touristik wird in diesem Bereich schon seit einigen Jahren von der EWR AG unterstützt, die sich verstärkt in diesem Zukunftsmarkt engagiert: „Urlaub zuhause und damit auch Radtouren in Rheinhessen liegen gerade sehr im Trend. Wir versorgen die E-Biker dabei gerne mit Lademöglichkeiten und 100 Prozent Ökostrom“, sagt Daniel Heid, Ansprechpartner für E-Mobilität bei EWR.

 

Seit 2017 ist auch die Volksbank Alzey-Worms eG mit an Bord. Für Bernd Rissel, Prokurist und Leiter der Unternehmenskommunikation der Volksbank Alzey-Worms eG, passt das Engagement sehr gut zur Volksbank: "Als heimatverbundene Volksbank geben wir der Region gerne etwas zurück. Die finanzielle Unterstützung der Radservice-Station ist für uns eine sinnvolle Investition in die Infrastruktur unserer Region. Wir sorgen also nicht nur bei Finanzfragen für Bewegung, sondern leben aktiv unser Motto: Aus der Region, für die Region und mit der Region!"

 

Bis Ende 2020 plant man gemeinsam die Installation von insgesamt zehn Radservicestationen. Die nächste Station wird in Guntersblum in der Nähe des Fähranlegers am Rheinradweg eingerichtet.

 

Schlager-Frühschoppen am 19. Juli

bringt Abwechslung in die coronabelastete Zeit

Zum Frühschoppen im Park der Stadt Nierstein brachten die Schlager-Sänger Andy Schäfer, Tanja Burkhardt, Marc Simon und Reiner Vogl bei einem  Open Air für alle Altersklassen Abwehslung in die von Corona belastete Zeit.

Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln versuchen die Stadt Nierstein und ihre Veranstaltungspartner wieder etwas Normalität in den Alltag einkehren zu lassen, und den Park als Veranstaltungsgelände zu öffnen. 

Der Schlagerfrühschoppen war nach dem Open Air Konzert mit Tschau Johnny die Zweite Veranstaltung im Park der Stadt Nierstein in Zeiten von Corona

 

Foto: Veranstalter Michael Köster (rechts im Bild) freut sich darüber, dass endlich wieder Veranstaltungen im Park möglich sind. 

 

Pflege des Schiffermastes geht in die Verantwortung

der Niersteiner Schifferstecher über

 

Jahrzehnte lang lag die Verantwortung zur Pflege des Schiffermastes und die Beflaggung des selben in den Händen des Schiffervereins.

Zum Schluss war dies Herr Dieter Kappes und seine Frau in Personalunion. Nach dem Tod seiner lieben Frau engagierte sich Dieter Kappes noch bis zum Frühjahr 2020 für den Schiffermast. Gesundheitliche Probleme zwangen den Pensionär jedoch die Aufgaben in jüngere Hände zu geben. Diese liegen seit Anfang Juli im Verantwortungsbereich der Niersteiner Schifferstecher um deren Vorsitzenden, Daniel Amaral.

Stadtbürgermeister Jochen Schmitt dankte Herrn Dieter Kappes bei der Übergabe der verntwortungsvollen Übergabe für sein jahrzehntelanges Wirken und wünschte den zukünftig Verantwortlichen eine glückliche Hand im Umgang mit der neuen Aufgabe.

 

Foto: Michael Bahr  

 

Gelungene Buchvorstellung zum 85. Jubiläum des Winzerfests

 

Am 3. Juli 2020 fand mit rund 100 Gästen die Präsentation des Bildbands „Wenn Ritter Hundt die Stadt regiert - Das Niersteiner Winzerfest im Wandel der Zeit 1935-2020“ im Stadtpark von Nierstein statt. Es war die erste öffentliche Veranstaltung des Geschichtsvereins nach Ausbruch der Coronakrise.

 

Hans-Peter Hexemer, 1. Vorsitzender des Geschichtsvereins, führte in den Abend mit den traditionellen Reimen der Winzerfest-Eröffnung  ein und begrüßte zahlreiche Ehrengäste:

die Landtagsabgeordnete Katrin Anklam-Trapp, die den schönsten Wahlkreis im Land habe,

die Landrätin Dorothea Schäfer, die nicht nur Politikerin und Weinfreundin, sondern auch Historikerin und daher immer sehr an den Themen des Geschichtsvereins interessiert sei und

Dr. Kai-Michael Sprenger, Referent für Landesgeschichte im Wissenschaftsministerium und Geschäftsführer des Instituts für geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz — allesamt Freunde Niersteins. Stadtbürgermeister Jochen Schmitt, Beigeordnete und Stadtratskolleginnen und -kollegen waren ebenso dabei wie Gernot Ebling, Vorsitzender des Verkehrsvereins Nierstein, der das Buchprojekt finanziell unterstützte. Hexemer begrüßte auch die frisch gekrönte Niersteiner Weinkönigin Gina Gehring, ehemalige Majestäten und Weinschöffen sowie den Vorsitzenden des Bauern- und Winzervereins Hans-Joachim Raddeck und Vereinsringvorsitzenden Rüdiger Leineweber.

 

Es sei wieder Zeit für Kultur und Geschichte, meinte Landrätin Dorothea Schäfer in ihrem Grußwort. Sie sprach damit allen Anwesenden aus dem Herzen. Auch wenn dieses Jahr kein Winzerfest stattfindet, so lädt der neue Bildband stattdessen zum Erinnern an die historischen Ereignisse ein.

 

Zur Entstehung des Buches: Als der Geschichtsverein vor fünf Jahren eine Ausstellung zum 80. Jubiläum des Winzerfestes in der Volksbankhalle durchgeführt hat, regten viele an, doch aus diesem Material ein Buch zu gestalten. Zu den damals vorhandenen Fotos kamen etliche hinzu, aus privaten Fotoalben, aber auch von Pressefotografen wie dem legendären Rudi Klos. Sein Sohn Rudolf, ebenfalls bei der Präsentation dabei, hat Bilder aus 1970er/1980er Jahren zur Verfügung gestellt. Hexemer dankte allen Fotografen und Bildgebern und fügte den besonderen Dank an Dr. Susanne Bräckelmann und Axel Schwarz an, die mit ihm gemeinsam an dem Projekt gearbeitet haben. Für die gelungene Optik des Bildbandes hat die Diplom-Designerin Petra Louis gesorgt, den Druck übernahm Michael Lattreuter.

„Wenn wir heute hier zusammen sind und Sie dann später in das Buch schauen, dann wollen wir in Erinnerungen schwelgen, gemeinsame und auch die eigenen, sehr persönlichen. Manche spürten die Wirkungen eines Winzerfestabends noch am nächsten Tag sehr heftig, bei andern hingegen hielten die Folgen eines fröhlichen Festabends ein Leben lang.“ so startete Hexemer seine persönlichen Wahrnehmungen. Und die Referenten auf der Bühne gaben in ihren Ansprachen ebenfalls gefühlsbetonte Einblicke in ihre persönlichen Erlebnisse. Es war ein inhaltsreicher, fröhlicher Reigen aus Erkenntnissen, Anekdoten und zukunftsweisenden Ideen. So entwickelte sich im Dialoggespräch  zwischen Bräckelmann und Sprenger der Gedanke: „Vielleicht kann unser Winzerfestbuch auch der Anstoß für andere Weinregionen sein, die Geschichte des Weins und der Winzerfeste auf diese Art lebendig zu halten.“

Die ersten Exemplare des in 500er Auflage produzierten Jubiläumsbuchs überreichte Hexemer dann auf der mit alten Kostümen, rustikalen Sesseln und Bildtafeln historisch gestalteten Bühne an den Stadtbürgermeister Jochen Schmitt und die Weinkönigin Gina Gehring. Und — als Überraschungsgast erschienen — Ritter Hundt von Saulheim, verkörpert von Wolfgang Engel. Dieser, dominant und schlagfertig wie immer, hielt seine allbekannte Ansprache mit tiefer Inbrunst und schloss: „Donnerwetter, Hagel und Rheineis, was hab ich für einen Durst.“

Es war eine kurzweilige, sehr emotionale Veranstaltung, denn nicht nur die Protagonisten auf der Bühne erinnerten sich an viele fröhlichen Ereignisse vor, während und nach den Winzerfesten, sondern auch die Gäste sprachen später beim Wein, den das Weingut Stefan Raddeck stiftete, intensiv über ihre persönlichen Erlebnisse.

Hexemer beendete die Veranstaltung mit den Worten: „Das Winzerfest gehört zu Nierstein und es gehört zu uns allen. So war es und so wird es bleiben.“

 

Das Buch (Preis 19,85 Euro, ISBN 978-3-9817898-5-0) kann bestellt werden unter mail@geschichtsverein-nierstein.de . Direkt zu kaufen ist das Buch in Nierstein bei Axel Schwarz, Oberdorfstraße 6, im Rathaus, bei der Lattreuter GmbH, im Rewe-Markt Zorbach, im Raiffeisenmarkt, bei MWR-Schuhe und Computer Lang.

 

 

Gina Gehring ist die neue Niersteiner Weinkönigin

 

Coronabedingt fand die Krönung der neuen Niersteiner Weinkönigin, Gina Gehring, in einem kleinen Kreis im elterlichen Weingut statt.

Die angehende Weinbautechnikerin freut sich auf die Regentschaft in den nächsten 12 Monaten unter der Ägide des Niersteiner Verkehrsverein.  

Die Verwaltung der Stadt Nierstein um Stadtbürgermeister Jochen Schmitt ist dankbar für die charmante Repräsentantin und deren künftiges Engagement zum Wohle der Stadt und deren Genuss- und Kulturgut, den Niersteiner Wein.

Kontakt:

Stadt Nierstein
Bildstockstraße 10
55283 Nierstein
Telefon: +49 6133 960 500 +49 6133 960 500
Fax: +49 6133 960 5089
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