Nachlese Juli bis Dezember 2021

Dorfverschönerung am Weedplatz:

Seit Wochen droht der Brunnen am Weedplatz durch Blätter, Äste und Dreck überzulaufen.

Kein Problem für die IGSchwabsburg

 

 

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Insgesamt wurden drei Schubkarren voll entsorgt.

 

Das Wasser kann jetzt wieder ungestört und sauber in den Flügelsbach fließen.

Bürger für Bürger Hand in Hand, das Ergebnis kann sich sehen lassen

 

Für ein sauberes Schwabsburg.

 

Vielen Dank an die fleißigen Helfer!

 

 

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Alexander Hoyer 

1. Vorsitzender der 

Interessengemeinschaft Schwabsburg e.V. 

 

IGSchwabsburg e.V. 

Raiffeisenstraße 18a 

55283 Schwabsburg 

www.igschwabsburg.de 

Amtsgericht Mainz VR 42108

Neue Spiel- und Schutzhütte für die kommunale Kindertagesstätte Roßberg in Nierstein

Stadtbürgermeister Jochen Schmitt freut sich sehr, über die neu entstandene Spiel- und Schutzhütte auf der Außenanlage der kommunalen Kindertagesstätte Rossberg.

Der Aufbau der Hütte erfolgte ehrenamtlich durch Auszubildende verschiedener Werksfeuerwehren, welche von der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein Main, Berufsbildungs- und Technologiezentrum Weiterstadt, ausgebildet werden.

Die Kontakte wurden über Herr Stefan Behrendt geknüpft.

Die Hütte hat einen Materialwert von ca. 12000 € und einen Gesamtwert von ca. 25000 €.

Herr Schmitt und die gesamte Verwaltung bedanken sich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern und wünschen den Kindern der Kindertagesstätte Rossberg viel Spaß beim Erkunden Ihrer neuen Schutz- und Spielhütte.

 

Susanne Bräckelmann erhält Ehrenbrief Kultur im Landkreis Landrätin Schäfer: Ehrenamtliche Vorbilder der Gesellschaft  

Zahlreiche Menschen engagieren sich über Jahre hinweg im Hintergrund für Vereine, Ortsgemeinden und ihre Mitmenschen, ohne eine entsprechende Wertschätzung zu erhalten. Im Kreis Mainz-Bingen wird das kulturelle Ehrenamt jedoch mit dem Ehrenbrief der Landrätin entsprechend gewürdigt. Bei einer kleinen Feierstunde zeichnete Landrätin Dorothea Schäfer im Kreistagssaal in Ingelheim sieben ehrenamtliche Kulturaktive mit dem Ehrenbrief der Stiftung Kultur aus. Sie alle haben sich für das kulturelle Leben und das Gemeinwohl im Landkreis engagiert. Dr. Susanne Bräckelmann, 2. Vorsitzende des Geschichtsvereins Nierstein und ehrenamtliche Archivbeauftragte der Stadt gehörte als einzige aus dem Südkreis zu diesen ausgezeichneten Persönlichkeiten.

Seit knapp 10 Jahren engagiert sich Susanne Bräckelmann ehrenamtlich im Vorstand des Niersteiner Geschichtsvereins. Seit 2013 hat sie die Redaktionsleitung der Niersteiner Geschichtsblätter inne und stellt intensive Forschungen mit dem Schwerpunkt „Niersteiner Adelsgeschlechter“ an. Zudem ist Susanne Bräckelmann seit 2019 auch als ehrenamtliche Archivbeauftragte der Stadt Nierstein tätig und betreut im Zuge dessen die Restaurierung des Niersteiner Stadtarchivs. „Ihr eigenes Talent, ihre eigenen besonderen Fähigkeiten, ihre kostbare Freizeit und persönliche Tatkraft stellen Sie völlig uneigennützig für andere zur Verfügung“, hob Landrätin Schäfer hervor. „Sie haben sich ehrenamtlich für die Kultur und die Menschen im Landkreis Mainz-Bingen eingesetzt. Das macht Sie zu bedeutenden Vorbildern unserer Gesellschaft.“

In seiner Laudatio auf Susanne Bräckelmann arbeitete VG-Bürgermeister Klaus Penzer, der gemeinsam mit Hans-Peter Hexemer, dem Vorsitzenden des Niersteiner Geschichtsvereins, den Vorschlag zur Ehrung gemacht hatte, heraus, dass sie historische Forschung akribisch betreibe und ihren Themen durch sorgfältige Archivarbeit auf den Grund gehe. Zudem mobilisiere sie öffentliche Gelder von Bund und Land für die Restaurierung des Niersteiner Stadtarchivs und sei so eine „liebevolle und erfolgreiche Geldeintreiberin“.

Platz der Kinderrechte in Niertein / Pfalstersteine wurden verbaut

Vor fast zwei Jahren wurde in Nierstein der Platz der Kinderrechte im Rahmen einer kleinen Feierstunde eingeweiht. Im Unterricht hatten

Grundschülerinnen und -schüler für sie wichtige Grundrechte erarbeitet und formuliert. Daraufhin wurden die die Texte auf glasierte Pflastersteine

eingebrannt und vom Bauhof in das bestehende Pflaster vor der Schule integriert. 

In einer weiteren Feierstunde am 28. September wurden die Pflasterarbeiten offiziell der Grundschule übergeben.

Dies im Beisein von zwei Grundschulklassen mit ihren Lehrerinnen, von Schulleiter Franco Miceli, Stadtbürgermeister Jochen Schmitt, Beigeordneter Norbert Engel, der Jugendpflegerinnen der VG Rhein-Selz und der Stadt Nierstein, Alois Rosinus als Ideengeber der Aktion und einer Anzahl an Stadträten.

 

Verwaltung der Stadt Niertein macht den Schulweg sicherer

 

 

Mit den neu installierten Überquerungshilfen und den neu aufgebrachten "gelben Füßen" wiurde der Schulweg für die jüngsten Personen ein Stück weit sicherer gemacht.

 

Schon lange beriet Beigeordneter Norbert Engel im Verkehrsausschuss und mit Vertretern von Polizei und Ordnungsamt, wie der Bereich in der Daubhausstraße kurz vor der Kreuzung mit der Bildstockstraße, insbesondere  für die Grundschüler/-innen aus Richtung Roßbergstraße, sicherer gemacht werden kann. 

 

Herr Engel freut sich über das Ergebnis mit den neu installierten Überquerungshilfen.

 

Er appelliert eindringlich an alle Fahrzeugführer/-innen Ihre Geschwindikeit an dieser Stelle anzupassen.

 

Rathaus-Archiv zieht ins Landesarchiv Speyer um

Damit auch das jüngere historische Gedächtnis der Stadt Nierstein für die Zukunft gesichert wird, zieht ein großer Teil der bislang im Dachgeschoss des Rathauses untergebrachten Akten nach Speyer um. Bereits im Juni hatten Laura Engelskircher und Dr. Ute Rasp, beide Landesarchiv Speyer, den Bestand sorgfältig geprüft und das „archivwürdige“ Material gekennzeichnet. Dieses wird nun von der Archivbeauftragten der Stadt, Dr. Susanne Bräckelmann, detailliert aufgelistet und mithilfe des Bauhofes verpackt. Ein erster Transport mit insgesamt 39 Bündeln und Kartons ging am 22. September auf die Reise: Per Hubsteiger waren die 39 Pakete von Mitarbeitern des Bauhofs aus dem Dachgeschoss herabtransportiert worden. Büroleiter Norbert Kessel brachte die wertvolle Fracht mit dem Transporter der Stadt selbst nach Speyer. Im Landesarchiv werden die Zugänge im Anschluss detailliert für das Findbuch verzeichnet und in das bisherige Niersteiner Stadtarchiv (U 178) integriert. Vermutlich wird noch eine weitere Fahrt nötig sein, dann ist dieser Umzug vorerst abgeschlossen.

Ein Teil des Rathaus-Archivs wird dazu in den benachbarten Archivräumen des Geschichtsvereins Nierstein untergebracht – insbesondere alte Fotos und ein umfassender Bestand der regionalen Presse, die zwar nicht für das Landesarchiv relevant ist, aber dennoch einen bedeutenden Wert als lokale historische Quelle hat: Dazu gehören z.B. Ausgaben des Oppenheimer Kreisblattes 1850–1869 und der Landskrone 1867–1936. Hierfür erhält der Verein einen weiteren Raum zur Verfügung gestellt. Diese Archivalien werden damit vom Geschichtsverein gesichert und auch nutzbar gemacht, sie bleiben aber Eigentum der Stadt Nierstein.

 

Gleichzeitig wird im Dachgeschoss des Rathauses gründlich „ausgemistet“. Hier besteht, so Bräckelmann, ein sehr großer Nachholbedarf: Etliche Akten hätten eigentlich schon vor Jahrzehnten entsorgt werden müssen. Nach Abschluss der Aufräumaktion hat die Rathaus-Verwaltung dann auch genügend Platz, um ihre aktuellen Akten übersichtlich aufzubewahren. Künftig sollen diese regelmäßig gesichtet und geprüft werden, ob sie für das Archiv in Speyer in Frage kommen oder entsorgt werden können.

 

Bildtexte:

Per Hubsteiger holten Mitarbeiter des Bauhofs die 39 Bündel aus dem Dachgeschoss des Rathauses.

 

Mit dem Transporter der Stadt Nierstein wurden die Bündel ins Landesarchiv nach Speyer gebracht.

Fotos: Stadt Nierstein

16.500 Euro für das Stadtarchiv Geschichtsverein Nierstein erhält für Restaurierung erneut Fördergeld vom Bund  

„Lückenschluss in Nierstein“ – dieses große Projekt des Geschichtsvereins Nierstein zur Restaurierung der zum Teil schwer geschädigten historischen Akten und Urkunden im Stadtarchiv unterstützt der Bund in diesem Jahr erneut mit 16.500 Euro Fördermitteln. Als große Anerkennung für den Wert des Archivs wertet dies Dr. Susanne Bräckelmann, die zweite Vorsitzende des Vereins und zugleich Archivbeauftragte der Stadt. Der Schwerpunkt der Restaurierungsarbeiten liegt zurzeit auf den Gerichtsprotokollen aus dem 18. Jahrhundert. Da diese Protokolle über einen Zeitraum von 100 Jahren kontinuierlich vorliegen und dazu ungewöhnlich umfassend sind, stellen sie auch überregional eine bedeutende Quelle dar.

 

Dies wurde nun bereits zum zweiten Mal von der KEK, der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes in Berlin, gewürdigt: 16.500 Euro erhielt der Geschichtsverein Nierstein aus dem Sonderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Prof. Monika Grütters, MdB. Zusammen mit den bereits im Januar dieses Jahres zugesagten 14.850 Euro des Landes Rheinland-Pfalz (LBE Koblenz) sowie 1650 Euro zweckgebundenen Spenden und Eigenmitteln des Vereins stehen damit in 2021 insgesamt 33.000 Euro für die Restaurierung dieser Gerichtsprotokolle zur Verfügung.

 

Den Auftrag erhielt die Firma Schempp in Kornwestheim. Bei einem Besuch in dem Restaurationsbetrieb machte sich die Archivbeauftragte kürzlich selbst ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten. „Wir sind seit 2019 ein gutes Stück vorangekommen und haben insgesamt bereits rund 105.000 Euro in die Restaurierung investieren können“, erläutert Susanne Bräckelmann. In dieser Summe sind auch insgesamt 15.000 Euro Haushaltsmittel der Stadt Nierstein (2019 bis 2021) enthalten. Damit werden – parallel zu den Arbeiten an den Protokollen – drei besonders umfangreiche Aktenbündel restauriert, aus denen sie sich Aufschlüsse zur Geschichte der Union der beiden evangelischen Kirchen – lutherische und reformierte – in Nierstein im Jahr 1822 erhofft.

 

Da der Aufwand zum Erhalt der wertvollen Originaldokumente jedoch beträchtlich sei, gebe es noch sehr viel zu tun. Die Haushaltsmittel der Stadt Nierstein – 5000 € pro Jahr – seien eine wertvolle Basis, aber ohne zusätzliche Spenden und Fördergelder ginge es nicht. Um diese wollen sich Bräckelmann und der Geschichtsverein Nierstein daher weiter intensiv bemühen.

 

Bildtexte:

Sorgfältig reinigt die Restauratorin Sarah Busch Seite für Seite, ehe diese dann mit speziellen Methoden wieder stabilisiert werden können.

Foto: Heiner Bräckelmann

 

Norbert Schempp, Inhaber des Restaurationsbetriebes, und Dr. Susanne Bräckelmann mit einem aufwändig restaurierten Bucheinband Niersteiner Gerichtsprotokolle der Jahre 1724-1728.

Foto: Heiner Bräckelmann

 

Der Bucheinband vor der Restaurierung.

Foto: Norbert Schempp

 

Freier WLAN Zugang in und rund um das Bürgerhaus Schwabsburg

In wenigen Tagen endet das Engagement von Benjamin Loos als Ortsvorsteher von Schwabsburg. Ein Punkt stand auf seiner Agenda, dessen Erledigung für ihn eine Herzensangelegenheit war. Die Rede ist von einem freien WLAN Zugang im gesamten Bürgerhaus Schwabsburg. Dieser Punkt ist abgearbeitet und das WLAN Netz steht. In Eigenregie haben der Bauhof der Stadt Nierstein und der Hausmeister vom Bürgerhaus die Infrastruktur, sprich das Verlegen von Kabeln, das Anschließen der Router … hergestellt. Das WLAN Netz aktiviert und freigeschaltet hat das Team von Freifunk. Damit ist ab sofort im gesamten Bürgerhaus von Schwabsburg und dessen nähere Umgebung ein freier WLAN Zugang möglich.

Das Beste: Die Nutzung des WLAN Netzes von Freifunk ist für die Anwender kostenlos.

Ortsvorsteher Benjamin Loss und Stadtbürgermeister Jochen Schmitt sind froh, dass nun auch im Bürgerhaus Schwabsburg ein WLAN Zugang installiert ist. „Das erleichtert die Arbeit im Ortsbeirat und ermöglicht auch unseren Gruppen und Vereinen die das Bürgerhaus nutzen die Erweiterung ihres Angebots, wenn dieses digitale Unterstützung benötigt“, so Loos und Schmitt übereinstimmend.   

                                                           Seniorentheater feierte Premiere

         Rhine Clean Up am 12. September 2021:        über 400 Aktionsgruppen nicht nur am Rhein

 

Über 35.000 freiwillige Helfer in Deutschland und den Nachbarstaaten waren in diesem Jahr bei der Aktion RhineCleanUp (Rheinsäuberung) am Start, zum ersten Mal mit dabei waren auch Aktionsgruppen entlang der Nebenflüsse des Rheins. So viele Helfer waren bei der nun zum vierten Mal stattfindenden Säuberungsaktion noch nie. 

 

Über 50 freiwillige große und kleine Helfer haben auch das Rheinufer Niersteins von Müll und Zigarettenstummel befreit und dabei innerhalb von nur drei Stunden einige Hundert Kilo Müll gesammelt. Und dabei waren längst nicht alle Teilnehmer aus Nierstein, sondern auch aus Nachbargemeinden oder gerade zu Besuch aus England wie Debbie und ihr Freund. 

Einige kamen mit der gesamten Familie (z.B. Familie Felsberg mit zwei Kindern 2 und 4 Jahre alt) und waren bereits mit Eimern, Greifern und Handschuhe ausgestattet. 

 

Die Aktion wurde am Ende mit einem Imbiss der Stadt Nierstein und Getränken der Agentur MKon und dem Weingut Wedekind belohnt.  

 

 

Text: 

Barbara Nilsson (Organisation RhineCleanup Nierstein zusammen mit Andreas Fock) 

barbara.nilsson@gmx.de 

Tel.: 0172-6587227 

700 € für den guten Zweck beim 1. Niersteiner Seifenkistenrennen eingefahren 

Heiß ging es her beim 1. Niersteiner Seifenkistenrennen der Stadt Nierstein am vergangenen Sonntag, den 5.9.21: heiße Temperaturen, heiße Würstchen vom Grill, heiße Renngefährte auf der Strecke. 20 junge Rennfahrer sausten mit ihren selbstgebastelten Seifenkisten vor zahlreichen Zuschauern um die Wette – und zwar für einen guten Zweck: 700 € kamen so für die Flutopfer des Ahrtals zusammen.

Riesling Rider, Blue Train, Silberpfeil, Hammer und Lotte – das sind nur einige der Namen der tollen Seifenkisten, die an den Start gingen. Vom rollenden Weinfass über den Oldtimer-Look und Steam Punk-Design bis zu klassischen Rennseifenkisten waren unterschiedlichste Konstruktionen mit liebevollen Details zu bewundern.

Mehrere Hundert Zuschauer fanden sich bei schönstem Wetter in den Weinbergen bei Nierstein ein, um den mutigen Pilotinnen und Piloten bei Ihren Fahrten zuzujubeln. Gestartet wurde von einer Rampe. Nach der Hälfte der 270m langen Strecke musste eine Kurve genommen werden, um auf die lange Zielgerade einzubiegen. Altersklassenübergreifend flitzte der 10jährige Fynn Ebling bei 23°Asphalttemperatur in seiner Seifenkiste als Schnellster über die Ziellinie. Das offizielle Rennergebnis lautete am Ende:

Altersklasse 8 bis 11 Jahre   

 

1.            Fynn Seebrich

2.            Yves Kern

3.            Elise Martin

Altersklasse 12 bis 15 Jahre

 

1.            Justus Martin

2.            Lorenz Martin

3.            Georg Ebling

 

Altersklasse 16 Jahre und älter

 

   

  1. Friedemann Kiel
  2. Emanuel Eßling
  3. Simon Windirsch

 

Als originellste Seifenkiste wurde der Holy Rider von Ben Horn ausgezeichnet.

Die Ü16-Jährigen kamen dann beim Bobby-Car-Rennen voll auf ihre Kosten. Insgesamt gingen 13 Rennfahrer mit einem Durchschnittsalter von 41 Jahren bei einem LeMans-Start mit ihren teilweise heftig getunten Bobby-Cards auf die Strecke. Souverän siegte hier der 39jährige Thorsten Mais, vor Tim Erhard und Daniel Kern.

Insgesamt kamen durch die Startgebühren und den Getränkeverkauf des Weinguts Staiger bei der Veranstaltung siebenhundert Euro zusammen, die den Flutopfern des Ahrtals zugutekommen.

Noch in dieser Woche treffen sich die Verantwortlichen zur Planung des Rennens für nächstes Jahr. Dabei sollen auch der Streckenverlauf sowie die Sicherheitsmaßnahmen auf Basis der Erfahrungen aus diesem Jahr optimiert werden.

„Die Teilnehmer und wir als Organisatoren hatten jede Menge Spaß bei den Vorbereitungen und der Durchführung des 1. Niersteiner Seifenkistenrennens. Gleichzeitig konnten wir jede Menge Geld für einen guten Zweck einsammeln. In diesem Zusammenhang herzlichen Dank an das Weingut Staiger, das den kompletten Getränkeerlös gespendet hat und an den JFV Rhein-Selz, der bestens für das leibliche Wohl gesorgt hat. Ohne die tatkräftige Unterstützung von Norbert Engel, dem Niersteiner Bauhof, der Firma Loxam aus Mainz sowie vielen freiwilligen Helfern wäre die erfolgreiche Durchführung des 1. Niersteiner Seifenkistenrennens nicht möglich gewesen.

Wie bei jeder Premiere gibt es noch Optimierungsbedarf – so werden wir nächstes Jahr den Verlauf und die Ausstattung der Rennstrecke verbessern und freuen uns, dass Nierstein wieder um ein schönes Familien-Event reicher ist. Die ersten Anmeldungen für 2022 liegen bereits vor.“ Sagt Martin Groth, Rennleitung und Initiator des 1. Niersteiner Seifenkistenrennens.

Doppelte Gratulation und Ehrung in der Niersteiner Kita Roßberg anlässlich der Dienstjubiläen

Stadtbürgermeister Jochen Schmitt freut sich besonders, heute gleich zwei Erzieherinnen beglückwünschen zu dürfen.

Frau Martina Bingenheimer feiert heute Ihr 40-jähriges Dienstjubiläum und Frau Bianca Wiederkehr ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.

Gemeinsam mit dem Beigeordneter Norbert Engel, Kita Leiterin Katrin Friedrich und Personalratsvorsitzender Dennis Fuchs gratuliert Herr Schmitt den beiden herzlich und bedankt sich für Ihre langjährige Treue.

Beiden Damen wurde zur Beglückwünschung ein Blumenstrauß und eine Dienstjubiläumsurkunde überreicht.

An die Gratulation und an die besten Wünsche schließt sich das gesamte Team der Stadt Nierstein an.

 

Weinerlebnis Roter Hang am 29. August offiziell eingeweiht

Staatsministerin Daniela Schmitt, Landrätin Dorothea Schäfer und der Vorsitzende des Wein vom Roten Hang e.V., Konstantin Guntrum, eröffneten am Sonntag den 29. August offiziell das Weinerlebnis Roter Hang. Dahinter verbirgt sich ein Wanderweg entlang des Roten Hang ab der Kilianskirche bis zum Schlossturm nach Schwabsburg und wieder zurück. Innerhalb von vier Monaten, von der Planung bis zur Umsetzung, engagierten sich die Winzer vom Roten Hang, gemeinsam mit Tobias Bieker (Idee und Know How) sowie Professor Hendrik Doss und Stefan Benz (Technische Umsetzung) für diesen einmaligen Wanderweg. Dieser ergänzt fortan den Rheinterrassenweg und die QR-Code unterstützen Stadtrundgänge durch Nierstein. Die Wertigkeit des Weinerlebnis Roter Hang und von Nierstein wurden durch die Anwesenheit von Staatsministerin Daniela Schmitt, Landrätin Dorothea Schäfer, der Rhh. Weinkönigin Eva Müller und des Vorsitzenden des DEHOGA Rheinland-Pfalz e.V., Gereon Haumann, unterstichen.

Ali Khello im Bauhof der Stadt Nierstein verabschiedet

 

Ali Khello gehört zu den vielen Geflüchteten aus Syrien. Mit seinen 23 Jahren hat er bereits viel erlebt. Seine Familie stammt aus Aleppo, der zweitgrößten Stadt in Syrien. Wer von dort nach Deutschland flüchten muss, hat eine Wegstrecke von rund 3.300 km vor sich. Der Krieg hatte ihn und seine Familie gezwungen, 2014 diesen Weg auf sich zu nehmen, und zwar zu Fuß über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg. Der Zufall führe ihn nach Nierstein. Der Zufall führe ihn auch zu einer Begegnung mit der Verwaltungsspitze der Stadt Nierstein. Der gegenüber schilderte Khello seine Vision und sein Vorhaben zum Helfen beim Wiederaufbau seiner zerstörten Heimat. Die schulischen Voraussetzungen hatte er bereits erfüllt. Jetzt ging es um das Sichern eines Praktikumsplatzes als Voraussetzung für ein Studium der Architektur. Stadtbürgermeister Jochen Schmitt und die Beigeordneten gaben Khello spontan die Zusage für ein berufsbegleitendes Praktikum im Bauhof der Stadt Nierstein. Das ist mittlerweile ein Jahr her. In der Zwischenzeit konnte sich der junge Mann beim täglichen Wirken im Bauhof die geforderten Kenntnisse aneignen. „In unserem Bauhof sind Mitarbeiter aus sechs verschiedenen Nationen beschäftigt“, berichtet Stadtbürgermeister Schmitt. Von daher war die Integration von Herrn Khello im Team ein Leichtes. Wir haben ihn als äußert wissbegierig, interessiert und engagiert kennengelernt. Schade das die Praktikumszeit nun endet.

Bei einer Verabschiedung im Rathaus der Stadt Nierstein im Beisein der Beigeordneten und der Kollegen aus dem Bauhof überreichte Stadtbürgermeister Schmitt Herrn Khello ein Präsent und das ersehnte Praktikumszeugnis als Einstieg für das sein Studium. „Nierstein bedauert ihren Weggang", so Schmitt weiter, "hat aber großen Respekt von ihrer Zielstrebigkeit, nämlich der Hilfe beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Heimat“.

Spielplatzumbau- Fördermittel aus dem Familienministerium

Die Verwaltung der Stadt Nierstein hat sich beim Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz für das Projekt „Spielplatzumbau“ beworben und einen entsprechenden Antrag gestellt. Dabei stand die Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen, die die Spielplätze später nutzen sollen, bei den Planungen für die Spielplätze im Mittelpunkt der Projektbeschreibung Beigeordneter Norbert Engel legte im Frühjahr 2021 ein Konzept vor, welches das Ministerium überzeugte und sich für nun die Stadt auszahlt. So darf sich Nierstein über eine Fördersumme in Höhe von 2873,85 Euro freuen. Eigens zur Übergabe des Förderbescheides reiste Staatssekretär David Profit aus dem o.g. Ministerium nach Nierstein ein.

Profit lobte das Konzept der Stadt welches die Jury überzeugte und dankte Stadtbürgermeister Jochen Schmitt und der Verwaltung für ihren Ideenreichtum und die Erfüllung der Anforderungen aus der Projektbeschreibung. 

Die Fördersumme wird für die Neugestaltung des Spielplatzes in der Neunmorgenstrasse verwendet, konkretisierte Beigeordneter Engel die Planungen der Stadt. Stadtbürgermeister Jochen Schmitt bedankte sich beim Staatssekretär für die persönliche Übergabe des Förderbescheides welche für ihn und die Verwaltung Ansporn sei, sich auch künftig bei den Ministerien des Landes um Fördermittel zum Wohle von Nierstein zu bewerben.

Erste volle Box mit ausrangierten Tonerkartuschen zu Gunsten der Caritas

Seit Mitte Juni stehen im Rathaus der Stadt Nierstein, in der Bücherei und im Bürgerhaus Schwabsburg Sammelbehälter der Caritas für leere Tintenpatronen und Tonerkartuschen. Die erste Sammelbox ist mittlerweile randvoll und geht in den nächsten Tagen zur Wiederverwertung an eine Spezialfirma.

 

Die CaritasBox ist eine Aktion der Caritas und der INTERSEROH Product Cycle GmbH. Damit entlasten wir die Umwelt und gewinnen Geld für Projekte, die Menschen in Not unterstützen. Seit 2006 flossen durch die Aktion mehr als 709.793,88 Euro in soziale Projekte vor Ort.

 

Selbstredend, dass Stadtbürgermeister Jochen Schmitt und seine Verwaltung dieses Projekt unterstützen. Leere Boxen stehen weiterhin in den o.g. Einrichtungen bereit.

Die Zwei von der Klangstelle Grandioses Konzert: Mit leichter Muse gegen das Vergessen

Standing Ovations für die Zwei von der Klangstelle

 

Stimmungsvoll, berührend und lehrreich – es war ein grandioses, überwältigendes und inhaltsreiches Konzert. Wenn auch die Lieder aus  den 1920er und 1930er Jahren oft so leicht, stimmungsvoll oder erotisch daher kamen, so steckte doch hinter jedem Song eine besondere Geschichte.  Jene Zeit war von Aufbruch und von Ausschweifungen, unbändigem Lebenshunger und Leichtigkeit, Frivolität und Sehnsucht ebenso geprägt wie zunehmender Armut, politischen Konflikten, aufkeimendem Faschismus, Gewalt, Antisemitismus und Fremdenhass.  Fast 140 Gäste im Niersteiner Stadtpark, darunter Stadtbürgermeister Jochen Schmitt, genossen am 9. Juli 2021 diese melodische Zeitreise und bedankten sich bei den beiden Künstlern, Dr. Markus Weber und Pianist Dieter Scheithe, immer wieder mit langanhaltendem Beifall.

 

Das Konzert fand im Rahmen der Initiative „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ statt und Schirmherr Dieter Burgard, Landesbeauftragter für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, stellte fest: „Das Festjahr ist kein Jubeljahr, es ist die Gelegenheit daran zu erinnern, was wir kulturell den jüdischen Bürgern zu verdanken haben, was aber auch teilweise vernichtet wurde.“ „Dieser Abend mit Liedern, die vor rund 100 Jahren entstanden sind, ist hochaktuell. Er macht uns einerseits auf eine besondere Art deutlich, dass jüdisches Leben eine jahrhundertealte bereichernde Tradition in Deutschland hat und andererseits, dass jüdisches Leben immer wieder bedroht wird – einer Entwicklung, der wir uns gerade jetzt entgegenstellen müssen. Antisemitismus und Rassismus haben bei uns keine Heimat – diese Botschaft soll der Liederabend mit der leichten Muse gegen das Vergessen aussenden“, betonte Hans-Peter Hexemer, der Vorsitzende des Geschichtsvereins Nierstein.

 

Eine Zeit zwischen zwei Weltkriegen, zwischen Kaiserreich, Weimarer Republik und Diktatur. Aber es war auch die Zeit der schillernden Unterhaltung. Und gerade die Chansons dieser Zeit sind bis heute Zeugen dieser Epoche.

Es war ein Abend mit Melodien und Liedern, die man immer wieder gerne hört, eingebettet in den Zeithintergrund und bestückt mit literarischen Kostbarkeiten von Ringelnatz, Tucholsky und Erich Kästner – Autoren verbrannter Bücher, von als „entartet“ bezeichneter Kunst – oder das heute bedrückend wirkende Flüstergedicht „Zehn kleine Meckerlein“, dessen Besitz mit zwei Jahren Zuchthaus bestraft wurde.

 

Der musikalische Bogen reichte von der harmlosen Erotik „Ich hab das Fräulein Helen baden sehn“ bis zur Femme fatale „Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben“, von einer „Nacht voller Seligkeit“ bis hin zu der Gewissheit „Es wird einmal ein Wunder geschehn“. Vom zu Tränen rührenden „Irgendwo auf der Welt“ der Comediam Harmonists zum Abschiedslied von Richard Tauber, vom Heimwehlied von Marlene Dietrich bis zu Ruth, die gut tut, und zu Hans, der sich beim Tanz so ungeschickt anstellt. Große Namen, darunter viele Juden, kamen musikalisch zur Sprache: Richard Tauber, Fritz Löhner-Beda, Marlene Dietrich, Fritzi Massary, Richard Fall, Paul O Montis, Peter Igelhoff, Robert Gilbert, Friedrich Holländer, Werner Richard Heymann, Rudolf Nelson und Bruno Balz. Ihre Verfolgungsschicksale kontrastierten zur Fröhlichkeit und Leichtigkeit der Texte und der Musik., zeigten wie die Unterhaltungskultur dadurch bereichert wurde und wie grausam die Nazi-Machthaber mit denen verfuhren, die anders glaubten, anders liebten oder anderer politischer Meinung waren. Die Ausdünnung einer ganzen Künstlerszene in der Nazi-Diktatur wurde zur mahnenden Warnung vor den Keimzellen aktueller Entwicklungen und der Abend voller Heiterkeit und Melancholie zu einem Konzert, das unter die Haut ging.

 

Der nicht enden wollende Beifall und Standing Ovations galten der perfekten Präsentation durch die genialen Künstler, den berührenden Inhalten aber auch der Botschaft von Hans-Peter Hexemer: „Überall dort, wo Antisemitismus auftritt – wir treten dem mutig entgegen!“

 

Kontakt:

Stadt Nierstein
Bildstockstraße 10
55283 Nierstein
Telefon: +49 6133 960 500 +49 6133 960 500
Fax: +49 6133 960 5089
E-Mail-Adresse:

 Niersteiner Kultursommer 2022

Iiro Rantala am 25. Mai 2022 im Park der Stadt Nierstein

Jetzt schon Karten reservieren unter info@stadt-nierstein.de

(29,90 EUR zzgl. 10% VVK-Gebühr)